Erfolgsgeschichten zum Thema Angst

Angst vor dem Gespenst

Lina, 7 Jahre alt, ein aufgewecktes, wortgewandtes Mädchen. Selbstbewusst und voller Vorfreude betritt sie meinen Praxisraum und zeigt mir gleich voller Stolz ihre neue Zahnlücke. 

Während dem Vorgespräch erzählt mir Lina, dass sie in der Nacht Angst vor dem bösen  Schlossgespenst  habe. „Es sieht so „gfürchig“ aus“, flüstert Lina, „dann rufe ich immer nach Mami oder Papi.“ Auch fehlt ihr deshalb den Mut, nachts alleine aufs WC zu gehen. 

Während der Visualisierungs-Sitzung lernt Lina das  Schlossgespenst  persönlich kennen und erfährt von ihm, dass es selbst Angst vor Lina hat. Es will Lina nichts Böses - im Gegenteil.

Kurzerhand verkleidet Lina das Gespenstin ein regelrechtes „Hippigspängschtli“. Anstelle des weissen Umhangs kleidet Lina das „Gspängschtli“ mit buntemBlumenstoff ein, verpasst ihm eine regenbogenfarbene  Locken-Perücke mit Blumenstirnband, neon-gelbe Stöckelschuheund eine Kette mit Herz-Anhänger. 

„Du siehst nun aber lustig und süss aus“, lacht Lina, „wie das „Hippigspängschtli“ ;-)“. 

Lina nimmt das „Hippigspängschtli“ in die Arme und schliesst Freundschaft mit ihm. Sie beauftragt es sogar, nachts auf sie aufzupassen.

Lina weiss nun, dass IHR „Hippigspängschtli“ lieb und beschützend ist und nicht böse, wie das Schlossgespenst, über welches ihr Schulfreund damals erzählt hat. 

Nun ist Lina auch bereit, mit ihren "magnetischen" Händen die klebrige, schwarze Gespenster-Angst-Kugel in ihrem Bauch herausziehen. 

Sie füllt ihren ganzen Bauchraum mit vielen, duftenden Frühlingsblumen und gaaanz bunten Glücksgefühlen.

Paar Tage später berichtet mir Linas Mutter, dass Lina mittlerweile wieder problemlos durchschläft und falls notwendig, zusammen mit ihrem Nachtwächter „Hippigspängschtli“ aufs WC geht.

BRAVO, liebe Lina. Schön, hast du dich so mutig deiner Angst gestellt, sie angehört und verstanden. 


Spinnenangst ade!

Jana (10 Jahre), Tierfreundin & -retterin mit Herzblut, leidet an Spinnenphobie. Allein der Gedanke an eine Spinne lässt Jana erschaudern. 

„Kürzlich sass eine Spinne direkt auf dem Lichtschalter meines Zimmers – ich konnte den Raum nicht mehr verlassen und geriet in Panik“, berichtete mir Jana im Vorgespräch.

In der Visualisierungssitzung zeigte sich Janas Spinnenangst in Form von schweren, dunkelgrauen Steinen in ihren Beinen. 

Zusammen spulten wir Janas Lebensfilm genau zu diesem Ursprungstag zurück, als ihre Spinnenangst begann. 

Jana sah sich mit 8 Jahren zusammen mit ihrer Freundin auf der Vereinshaus-Toilette und wollte sich gerade die Hände waschen. Plötzlich entdeckte Jana eine grosse Spinne im Lavabo und erschrak! Jana fühlte sich hilflos und erstarrt. 

Um diese Schlüsselsituation zu klären, besuchte Jana mit dem fliegenden, pink-violetten Bike die Spinne im Wald. Jana konnte die ganze Spinnenfamilie aus sicherer Distanz beim Picknicken und Fussballspielen beobachten.

„Die sind ja ganz friedlich“, staunte Jana, „eine Baby-Spinne isst sogar Kuchen“. 

Jana näherte sich vorsichtig den Spinnen und suchte das Gespräch mit der Mama-Spinne. Jana erfuhr, dass die Spinnen ihr weder Angst, Schrecken noch Schaden anrichten wollen. Im Gegenteil, die Spinnen haben Angst vor uns Menschen, erschrecken selbst und wollen uns doch nur helfen, indem sie die Mücken und Ungeziefer für uns fangen. 

Für Jana war diese Erkenntnis und Information sehr heilsam. In ihrer Vorstellung nahm Jana die Papa-Spinne „Jonny“ auf die Hand. „Wow, fühlt sich Jonny flauschig und weich an“, flüsterte Jana erstaunt. 

„Jonny soll meine Beschützer-Spinne werden“, beschloss Jana und verkleidet ihn kurzerhand als Polizist. 
Jana verabschiedete sich von der Spinnenfamilie und flog  mit Jonny auf der Schulter wieder zurück an ihren Lieblingsplatz.

Die schweren, dunkelgrauen Steine konnte Jana nun mit Hilfe von Jonny abbauen und füllte ihre Beine mit vielen, bunten Federn. Jana fühlte die enorme Leichtigkeit in ihrem ganzen Körper – selbst wenn sie an Spinnen dachte.

Nachricht von Jana nach zwei Wochen: 

„Hallo Melanie, ich fühle mich von den Spinnen nicht mehr gestört. Gestern habe ich sogar eine Spinne auf die Hand genommen. Auch habe ich eine Hausspinne, doch leider finde ich sie zurzeit gerade nicht mehr.“

Bravo - Jana, dein Mut, dich deiner Spinnenangst zu stellen, hat sich mehr als gelohnt. Ich bin sehr stolz auf dich. Vielen Dank, durfte ich deine Geschichte erzählen. 

Prüfungsangst und BLACKOUT

Leo, 11 Jahre, leidenschaftlicher Autofanatiker, leidet an Prüfungsangst und BLACKOUT. 

„Oftmals weiss ich während den Lernkontrollen NICHTS mehr – mein Gelerntes ist wie weg “, teilte mir Leo mit. 

Während der Sitzung visualisierte Leo die Blockaden vor allem in seinem Kopf ein Auto  mit vier platten Reifen.

Zusammen spulten wir Leos Lebensfilm genau zu diesem Ursprungstag zurück, als seine „Reifenpanne“ begann. 

Leo sah sich mit 8 Jahren im Deutschunterricht in einer Prüfungs-situation. Er war schockiert an der Menge an Aufgabenblätter und konnte noch nicht gut lesen. Zudem fühlte er sich überfordert, hilflos und gestresst, weil alle anderen Mitschüler ihre Arbeiten der Lehrerin bereits wieder abgegeben hatten. 

Nachdem Leo diese prägende Situation in seiner Vorstellung verstanden und geklärt hatte, zog er sich ein Mechaniker-Kombi über und ersetzte kurzerhand die platten Autoreifen durch vier neue, unzerstörbare Spezial-Pneus. 

Statt mit Luft wurden die neuen Pneus und dadurch auch Leos ganzer Körper mit viel Ruhe, Sicherheit und Vertrauen gefüllt. 

Das Auto wurde geputzt, geflickt und wieder fahrtauglich gemacht. 

Danach besuchten wir Leos Buchstabenzimmer. Dort herrschte ein völliger Buchstaben-Salat. Buchstaben lagen überall verzettelt herum – planlos. Leo sortierte und komplettierte die Buchstaben ordnungsgemäss und entfernte sämtliche Post-it und Wandzettel mit der Aufschrift: „Ich kann das nicht“ oder „ich kann nicht lesen“. 

Feedback der Mutter nach drei Wochen:

Gemäss der Lehrerin kann Leo wieder ruhig, gelassen und mit Erfolg seine Lernkontrollen schreiben – ganz ohne Panik. 

Super Leo, ich bin stolz auf dich und freue mich mit dir. Vielen Dank durfte ich deine Geschichte erzählen...