Liebe alleinerziehende Mutter 


Ich verstehe deine Zerrissenheit, deinen Zwiespalt zwischen den verschiedensten Rollen, die du urplötzlich, ungeübt einnehmen und übernehmen musst. Du tust plötzliche Dinge, von denen du zuvor gar nicht geglaubt hast, diese zu können. Du stehst mit gebrochenem Herzen vor einem schier unüberwindbaren Trümmerberg.

Ein täglicher Spagat, zwischen deinem Berufsleben, der Kinderbetreuung, dem Haushalt, deinem Herzschmerz und deiner Existenzangst… Deine Kinder suchen Trost und Halt bei dir - der abwesende Vater fehlt. Du spendest Kraft, Liebe, Wärme, Halt, Vaterersatz… bedingungslos…unermüdlich. 

Du bist die starke Schulter für deine Kinder - obwohl du selbst, eine Schulter zum Anlehnen benötigst. Du leckst die seelischen Wunden deiner Kinder - ihren Trennungsschmerz, obwohl du selbst genügend Wunden zu versorgen und pflegen hättest. 

Eines, du wunderbare Mutter, darfst du wissen. Du bist mit all deinen Zweifeln, deiner Überforderung, deiner Erschöpfung und deinem schlechten Gewissen - nicht genügend Zeit für deine Kinder aufbringen zu können – nicht alleine! Nein, das bist du NIE.

Du bist mit all deinen Gedanken völlig NORMAL und liebenswert.

 

Ich ermutige dich aus eigener Erfahrung - vergleiche weder deine Kinder noch dich selbst mit deinem Umfeld! Das bringt dir nichts ausser Unfrieden. Bleibe stets fokussiert auf dich, auf deine Familie und erfreue dich an dem, was dir geblieben ist. Und das ist eine MENGE!

Auch brauchst du nicht noch die perfekte, alleinerziehende Mutter zu sein - vor allem auch nicht vor deinen Kindern. Du darfst wütend, unzufrieden und traurig sein. Ja, du darfst weinen – auch vor oder mit deinen Kindern. DU DARFST! 

Was heisst schon perfekt? Jede Mutter gibt stets ihr Bestes. Heute ist ihr Bestes anders als Gestern - und nochmals anders als Morgen. 

Setze dich nicht noch mehr unter Druck, indem du deine unerwünschten Gefühle zu verstecken versuchst. Es raubt dir viel zu viel Energie. Sei authentisch - einfach MENSCH. Ein Mensch, der zu seinen Gefühlen steht und diese äussert. 

Teile deinen Kindern mit, wie du dich fühlst, wie es dir geht. Ja, auch du hast unerwünschte GEFÜHLE, Verletzungen in dir, die gefühlt werden möchten. Kinder spüren sowie so, wie es um dich steht – auch ohne Worte. Doch durch deine Transparenz, deine Offenheit bestätigst du ihre Wahrnehmung. Dadurch werden sie selbstbewusster und lernen, dass sie ihrem Bauchgefühl vertrauen können. 

Der neue Alltag muss auch nicht mehr gleich ablaufen, wie mit dem Mann / Vater im Haus. Nein, es muss nicht mehr alles planmässig und in den „alten“ Gleisen verlaufen. Du darfst neuen Wind in euer Familiensystem bringen, Neues ausprobieren, neue Wege gehen. DU DARFST – traue dich. 

So wie du es machst, liebe Mutter, ist es völlig OK. DU bist völlig OK. DU bist WUNDERBAR…

Dein schlechtes Gewissen gegenüber deinen Kindern ist oftmals riesig. Du möchtest deinen Kindern jeden Wunsch erfüllen, um ihren Trennungsschmerz zu lindern und sie glücklich zu sehen. Verständlich - welche Mutter wünscht sich das nicht. Doch, wollen deine Kinder wirklich wie zerbrechliche Porzellan-Püppchen behandelt werden? Sind deine Kinder durch die Trennung wirklich schwach und zerbrechlich geworden? Oder ist es eher deine Zerbrechlichkeit, die du auf die Kinder projizierst? 

Aus eigener Erfahrung rate ich dir, schone deine Kinder nicht der Trennung wegen. Nein – das brauchst du nicht. Bedaure weder dich, noch deine Kinder. Das bringt dir nichts, ausser die Gefühle der Ohnmacht und Handlungsunfähigkeit. Vertraue und Stärke lieber deine Kinder, indem du ihnen die altersgerechte Verantwortung wieder überträgst und ihnen deine Präsenz und Liebe schenkst. 

Bist du als Mutter im Drama - im Opfer, sind es auch die Kinder.
 Geht es dir gut, bist du mit dir selbst zufrieden – sind es auch deine Kinder. So einfach ;-).


Werde dir bewusst – dass du als Mutter, den Gefühls-Kompass deiner Familie bist, die Kapitänin auf dem Schiff. 

Liebe wunderbare Mutter, ich lege dir so sehr ans Herz, schaue gut zu dir selbst. Inmitten des alltäglichen Wahnsinns erlaube es dir trotzdem - Zeit zu nehmen. 

Zeit für dich und deine Gefühle. 
Zeit für dich als Frau.  
Zeit für deine Privatsphäre. 
Ja, du darfst noch eine Privatsphäre haben. 

Schaffe dir Oasen, in denen du dich nähren kannst. Sei es in der Natur, beim Lesen, beim Sein, in der Badewanne… Egal wo.
 

Wo tankst du Diesel, für deinen Glücks-Gefühls-Motor? Wo holst du dir selbst, die fehlende Schulter in deinem Innern zum Anlehnen? Diese Kraft-Quelle in dir, dieser Anker, ist unabdingbar. Dein Körper, deine Seele, dein ganzes System braucht Nahrung, um wieder kraft- und freudvoll den Alltag zu LEBEN.

Dieser Sumpf - dieser Mist, durch den wir gehen und gegangen sind, macht uns stärker und gibt unserem Anker Halt und Bodenhaftung. 

Ja, wir können unser Leben auch eigenständig LEBEN und dabei glücklich und zufrieden sein. Wir dürfen bewusst wieder Verantwortung für unser Leben übernehmen. 

Weg vom Drama - weg vom Opfer - raus aus der Ohnmacht und rein in die Verantwortung. 

Das Leben will gelebt werden – DEIN Leben will gelebt werden!!!

Nutze die Zeit, stärke dich und hole dir Hilfe, wenn du welche benötigst! Warte nicht, bist dir Hilfe anboten wird – geh‘ und hole sie dir. Du bist diejenige, die aktiv werden darf! Und wenn dir Hilfe angeboten wird, nimm sie an! Ja, du darfst Hilfe und Unterstützung annehmen. Du bist dadurch keine schlechte Mutter, im Gegenteil.
 

Liebe Mütter, Hut ab! Wir dürfen stolz auf uns sein, stolz auf unsere Spitzensport-Leistung. Unser Lohn, ist nicht von materiellem Wert. Nein - unser Lohn ist das Lachen unserer Kinder, die zufriedene, glückliche Stimmung in der Familie und das wohlige SEIN mit uns selbst.

Erwache, nimm wieder am Leben teil und komm zurück in deine Stärke, in deine Kraft. Werde wieder Kapitänin von deinem Lebensschiff. Du bestimmst die Richtung, die Geschwindigkeit und das Ziel. Nur du alleine. Niemand ausser DU! 

Lass deine Segel wieder setzen… gerne unterstütze ich dich dabei.